![]() | Maultaschen mit Fleisch-Spinat-Füllung
Maultaschen mit Fleisch-Spinat-Füllung fertig in 1 Std. 15 Min. |
Christie Dickason – Der Tulpenkönig
Kann eine einfache Tulpenzwiebel so wertvoll sein, dass man sie mit Gold aufwiegt und um ihretwillen auch nicht davor zurückschreckt, einen Mord zu begehen?

Amsterdam 1636. Die ganze Stadt ist vom Tulpenfieber befallen. In speziellen Börsen, aber auch in den Wirtshäusern und Gassen der Metropole werden unscheinbare Blumenzwiebeln gegen Gold und Seide gehandelt. Auch der Engländer John Nightingale begibt sich nach Amsterdam, um sich unter die Spekulanten zu mischen. Um sein Leben zu retten, muss er dort den Auftrag erfüllen, ein Vermögen zu machen.
Der historische Hintergrund des Romans
Die nördlichen Niederlande entwickelten sich Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts zu einer der führenden Wirtschaftsmächte der Welt; Amsterdam wurde zu einer Drehscheibe des Handels und des internationalen Zahlungsverkehrs. Aber diese geschäftige Welt geriet in den Jahren 1634 bis 1637 gehörig in Unordnung. Zum ersten Mal erlebte die Welt einen regelrechten Börsencrash, der in seinen Auswirkungen Parallelen zum berüchtigten „Schwarzen Freitag“ von 1929 oder auch der Finanzkrise von 2008/09 zeigt.
Auslöser war ausgerechnet jene Blume, für die Holland bis heute berühmt ist – die Tulpe. Ursprünglich war die schmucke Blume aus der Familie der Zwiebelgewächse in Persien und der Türkei beheimatet. Bei den osmanischen Sultanen in Istanbul stand sie hoch im Kurs – und fiel dort europäischen Reisenden und Diplomaten auf, die einige Zwiebeln mit in den Westen brachten. Dankbare Abnehmer waren insbesondere holländische Familien, die aufgrund der Wirtschaftsblüte zu Reichtum und Wohlstand gelangt waren.
Dann nahm das Unheil seinen Lauf. Mit den immer zahlreicher sprießenden Tulpen erblühten bald auch die Träume vom großen Geld. Die Händler, die für den Import sorgten, waren die Ersten, die sich über gut gefüllte Kassen freuen durften, doch auch Menschen, die bis dahin weder mit Handel noch mit Blumen zu tun gehabt hatten, witterten plötzlich das große Geschäft.
Dabei bewahrheitete sich einmal mehr die wirtschaftliche Regel, dass die Nachfrage den Preis bestimmt. Vor allem im Crashjahr 1637 schossen die Preise für Tulpen in astronomische Höhen. Das Produkt war knapp geworden. Wer 1637 Tulpen erwerben wollte, musste das Fünfzigfache vom Preis des Jahres 1633 bezahlen. Interessenten investierten mitunter bis zu 10.000 Gulden – eine Summe, von der zu jener Zeit ein niederländischer Normalverdiener vierzig Jahre lang passabel leben konnte. Die historisch verbürgte Tulpenmanie endete in einer Katastrophe. Der Amsterdamer Crash vom Frühjahr 1637 war eines der ersten Lehrstücke für die Risiken, die eine überhitzte Marktlage bergen kann.
Das Unglück begann, als einer der Tulpen-Glücksritter auf seiner Ware sitzen blieb, weil niemand die horrenden Preise zahlen wollte. Die gleichen Tulpen, für die hysterische Menschen noch kurz zuvor Unsummen gezahlt hatten, wurden nun zu Ladenhütern. Die Preise sanken plötzlich ins Bodenlose und der gesamte Markt brach ein. Es kam zu ergreifenden persönlichen Tragödien. Viele Menschen hatten ihr ganzes Vermögen in Tulpen gesteckt. Nun standen sie vor einem Berg Schulden und damit vor dem Nichts. Manch einer sah keinen anderen Ausweg als Selbstmord.
Den historischen Roman „Der Tulpenkönig“ von Christie Dickason finden Sie in unserer Buchreihe „Bibliothek der großen historischen Romane“.
|
| ||||||
Kommentar abgeben
| Name* | |
| Email* | |
| Kommentar* | |

Abonnieren Sie jetzt Reader's Digest, das Magazin!

Weitersagen




