In der Klemme

[UNGARN] Im Mai 2010 brach ein Dieb ein Auto auf und aktivierte beim Durchwühlen der Fächer versehentlich die Zentralverriegelung. Er sass in der Falle! Als die Besitzer des Autos zurückkamen, stand bereits die Polizei da und bewachte den Mann, der den Behörden einschlägig bekannt war.

[NORWEGEN] Zwei Schlaumeier Anfang 20 beschlossen, sich ein bisschen Spass zu gönnen und einen Lift zu demolieren. Sie traten von innen gegen die geschlossenen Türen und blockierten sie. Der Lift stoppte und löste den Alarm aus. Die Feuerwehr eilte zu ihrer Rettung herbei – zusammen mit der Polizei.

[ÖSTERREICH] Bei einem Einbruch in eine Tankstelle in Oberösterreich erbeutete ein Mann etwa 500 Euro, blieb aber auf der Flucht in einem Fenster stecken. Der 120 Kilo schwere Einbrecher wurde am nächsten Morgen von der Polizei befreit.

KLASSISCHES BEISPIEL

[GROSSBRITANNIEN] Ein 32-Jähriger wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er nach einem Einbruchversuch in ein Reihenhaus in Dartford mit dem Kopf nach unten an einem Fenster baumelnd geschnappt wurde. „Buchstäblich kopfüber am Fenster des Hauses gefangen, in das er einzubrechen versuchte, blieb ihm nichts anderes übrig, als sich schuldig zu bekennen und seine Strafe mit Fassung zu tragen“, sagten Beamte der Polizei in Kent.

Verräterische Spuren

[KROATIEN] Moderne Technik vereitelte die Pläne eines Dealers, der mit 103 Gramm Marihuana erwischt wurde. Während des Verhörs im Polizeirevier schickte ihm ein Kumpan eine SMS: „Bitte mein Gras giessen.“ Die Polizei fuhr zu der Wohnung und stiess auf eine kleine Plantage. Der Mann wurde wegen Drogenbesitzes und Drogenhandels verurteilt. Sein Freund wurde allerdings aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

[SCHWEDEN] Man kann sich wohl kaum dümmer anstellen als der 21-Jährige, der nach 15-maligem Gebrauch einer gefälschten Bankkarte verhaftet wurde. Der Trick war zwar nicht neu, doch der junge Mann benutzte seinen eigenen Namen auf der gefälschten Karte.

Ein Landsmann war auch nichtklüger. Nachdem der Hund einer Frau aus Malmö verschwunden war, hing sie eine Suchanzeige aus. Als sie ein Erpresser daraufhin schriftlich aufforderte, 10’000 schwedische Kronen zu zahlen, wenn sie ihren Hund wiedersehen wolle, wandte sie sich an die Polizei. Da die Nachricht die Anweisung enthielt, das Geld auf ein Bankkonto zu überweisen, „brauchten wir nur Sekunden, um den Namen des Kontoinhabers herauszufinden“, berichtet die Polizei. Der Hund war, wie sich später herausstellte, überhaupt nicht entführt worden.

[DEUTSCHLAND] Letztes Jahr wäre ein 19-Jähriger nach einem Überfall auf eine Bank in Bayern beinahe ungeschoren davongekommen – doch er konnte seinen Schnabel nicht halten. Als die Polizei falsche Details über die Tat bekannt gab, konnte er der Versuchung nicht widerstehen und korrigierte die Angaben in einem E-Mail an die Presse. Gleichzeitig teilte er mit, dass er inzwischen in Hamburg sei. Das spassige Katz-und-Maus-Spiel endete mit seiner Festnahme.

[GROSSBRITANNIEN] Ein Einbrecher hinterliess am Tatort ein Beweisstück: sein Mobiltelefon mit einem Bild von sich auf dem Display. Der Ermittlungsbeamte erkannte ihn. Zuerst behauptete der Dieb, sein Handy sei geklaut und von einem anderen benutzt worden, doch sein Alibi platzte, als das Diebesgut in seiner Wohnung entdeckt wurde. Der Mann wurde zu 160 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

[UNGARN] Ein Hausdach zu klauen ist echt verrückt, doch genau das hatten zwei Männer im Sinn. Nachdem sie das Dach demontiert hatten, kletterte der eine nach unten und nahm die Leiter mit. Der Zurückgebliebene musste die Feuerwehr rufen. Und die alarmierte die Polizei.

[DEUTSCHLAND] Ein Möchtegerndieb hatte offensichtlich zu viel ferngesehen. Als der 29-Jährige versuchte, mit einer Kreditkarte in die Wohnung seines Nachbarn einzubrechen, weckte er diesen. Bei der überhasteten Flucht zerbrach die Karte in zwei Teile. Die zurückgelassene Hälfte trug den Namen des Einbrechers. „Der Geschädigte rief bei uns an und las uns die Angaben auf der Karte vor“, erzählt die Polizei. „Als wir zum Haus des Einbrechers kamen, lag die andere Kartenhälfte auf dem Küchentisch.“

[NIEDERLANDE] Ein Krimineller brach in die Geschäftsräume einer Internetfirma ein, die eine Online-Gebrauchtwarenbörse betrieb. Die Beute: sechs Laptops. Die Polizei war ratlos, bis Mitarbeiter der Firma entdeckten, dass die geklauten Geräte auf ihrer eigenen Webseite zum Kauf angeboten wurden. Die Polizei verabredete ein Treffen mit dem „Verkäufer“ und nahm ihn an Ort und Stelle fest.

Schlechte Vorbereitung

[NIEDERLANDE] In den guten alten „Räuber-und-Gendarm“-Filmen sahen sich die Einbrecher das Zielobjekt erst mal an, bevor sie zur Tat schritten. Ein Einbrecher hielt sich nicht an diese Regel und stieg in eine Kantine ein. Wie es der Zufall wollte, gehörte die Kantine zum örtlichen Polizeisportverein und hatte eine Alarmanlage mit Meldesystem. Die Ordnungshüterwaren schnell zur Stelle und erwischten den Einbrecher auf frischer Tat.

[POLEN] Vier junge Männer planten einen Raubüberfall auf eine Bijou-terie in Lublin. Als die Diebe eindrangen, merkten sie schnell, dass da kein Juwelier mehr war, sondern der Versammlungsraum der örtlichen Pfadfinder. Um nicht mit leeren Händen dazustehen, beschlossen die Diebe, die vorhandene EDV-Ausrüstung mitgehen zu lassen. Als sie das letzte Beutestück durchs Fenster nach draussen reichten, landete es in den Händen eines Polizisten, der Geräusche gehört und nachgeschaut hatte.

Kein Alkohol bei der Arbeit

[RUSSLAND] Ein Einbrecher konnte sich nicht mehr aus dem Staub machen, nachdem er in eine Moskauer Wohnung eingedrungen war und seine Taschen mit Schmuck gefüllt hatte. Der angesäuselte 24-Jährige beschloss, im Schlafzimmer ein Nickerchen zu machen, wo ihn der Wohnungseigentümer fand. Die Polizei verhaftete den Mann, der – wie sich herausstellte – für sieben weitere Einbrüche verantwortlich war.

[NIEDERLANDE] Um sich zu maskieren, lieh sich ein junger Mann von seiner Mutter eine Strumpfhose. Er überfiel eine Tankstelle, wurde aber von der Kassiererin, mit der er früher liiert war, erkannt. Doch es kam noch schlimmer: Er nahm das Bargeld und steuerte einen Nachtklub an, wo er sich, teuren Champagner schlürfend, seiner Heldentat rühmte. Es kostete die Polizei nicht allzu viel Mühe, ihn dingfest zu machen.

[NIEDERLANDE] Taschendiebe sind zwar meist fingerfertig, ab und zu verbrennen sich aber auch die Finger. Dieser Dieb stahl einemälteren Mann in einem Supermarkt das Portemonnaie. Ein anderer Kunde beobachtete das und packte ihn. Auf frischer Tat ertappt, gab der Dieb das Portemonnaie eilends zurück, riss sich los und suchte das Weite. Doch er konnte sich nicht lange seiner Freiheit erfreuen. Er hatte das eigene Portemonnaie zurückgegeben, das seine ganzen Ausweispapiere enthielt.

Pannen über Pannen

[NIEDERLANDE] Nachdem er einen Automaten geknackt hatte, rannte ein 25-Jähriger auf die Strasse, schwang sich in ein langsam vorbeifahrendes Auto und befahl dem Fahrer, Gas zu geben. Wie sich herausstellte, hatte sich der Dieb ein Auto ausgesucht, das dem Fluchtfahrzeug seines Komplizen aufs Haar glich. Es gehörte aber einem Polizeibeamten, der ihm gleich Handschellen anlegte.

[NIEDERLANDE] Mitten in der Nacht brach ein Mann in einen Kindergarten ein und liess einen Laptop mitgehen. Doch das war noch nicht alles – beim Hinausgehen sah der Dieb eine tolle Dreingabe: einen Autoschlüssel. Draussen drückte er die Funktaste, um das Auto zu orten. Er hatte noch den Finger auf der Taste, als die Polizei erschien. Die Schlüssel entpuppten sich als Alarmgerät.

Vorsicht bei der Wahl der Waffe

[POLEN] Diese Lektion musste ein 19-jähriger Gauner auf die harte Tour lernen, als er mit einer Plastikpistole die Herausgabe der Tageskasse an einer Tankstelle in Rzeszów verlangte. Einer der Tankwarte sah, dass der Lauf der Pistole falsch herum montiert war – es gab keine Austrittsöffnung für die Kugel. Der alkoholisierte junge Mann liess sich mühelos überwältigen. Ihn erwartet nun eine zwölfjährige Gefängnisstrafe.

[UNGARN] Eine Frau versuchte, mit einer Gassprühdose bewaffnet, ein Lebensmittelgeschäft auszurauben. Glücklicherweise merkte die Verkäuferin, dass es nur ein Deo war …

[POLEN] Zwei Bürger von Zabrze gerieten in einen heftigen Streit – so heftig, dass einer von ihnen die Polizei rief. Nachdem sich die zwei beruhigt hatten, wurden ihre Personalien aufgenommen – Volltreffer! Wie sich herausstellte, standen beide auf der Fahndungsliste der Polizei – eine Kleinigkeit, die sie bei ihrem Streit übersehen hatten.

 

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