![]() | Maultaschen mit Fleisch-Spinat-Füllung
Maultaschen mit Fleisch-Spinat-Füllung fertig in 1 Std. 15 Min. |
7 Tests für Ihre Gesundheit

„Ich wusste immer, etwas stimmt nicht mit meinem Puls – der Rhythmus war einfach unnormal“, sagt Mattingly. Jahre später erfuhr der Verkaufsberater für Sicherheitstechnologien den Grund: Untersuchungen ergaben, dass er an Vorhofflimmern litt und damit an einer Herzrhythmusstörung, die sein Schlaganfallrisiko verfünffachte. Mattingly, der mit Frau und drei Kindern im US-Bundesstaat Texas lebte, entschloss sich, dem Problem zu Leibe zu rücken. „Ich war schließlich Familienvater und wollte mich nicht ständig vor einem möglichen Schlaganfall fürchten“, sagt er. „Jetzt bin ich diese Sorge los.“
Mary Hendershot aus dem US-Bundesstaat Michigan lief früher Kurzstrecken im Schulteam. „Doch bei längeren Strecken machte ich schlapp. Mir fehlte einfach die Puste.“ Als vor einigen Jahren bei ihrem Sohn Asthma festgestellt wurde, erzählte Hendershot dem Arzt auch von ihren Problemen. „Er gab mir zum Testen ein Asthmaspray“, berichtet die 30-jährige Datenbank-Verwalterin. „Ich lief einige 100 Meter, und zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich weiterlaufen. Ich rannte durch den Park und wieder nach Hause, mindestens anderthalb Kilometer. Ich dachte bloß: Es war also Asthma, aber ich wusste es nicht!“
Immer wieder hören wir von robotergestützten Gehirnoperationen, von experimentellen Mikrochips, die Blindheit heilen können, von aus Stammzellen gezüchteten Mäusen und anderen schwindelerregenden Durchbrüchen in der Medizintechnik. Da fallen andere, technisch weniger ausgefeilte, dafür aber höchst wirksame und potenziell lebensrettende Tests schnell unter den Tisch – zumal sie so simpel sind, dass sie oft nicht einmal als solche wahrgenommen werden. Die folgenden Selbsttests haben sich in Studien bewährt und werden von Experten empfohlen. Sie kosten nichts und zahlen sich reichlich aus. Hier sind die sieben Tests, die Sie laut ärztlichem Rat machen sollten – heute noch.
Keuchen und schnaufen
Tausende Menschen sterben jährlich an unbehandeltem Asthma.
Asthma kann den Alltag zur Qual machen. Dennoch bleibt die Krankheit gerade bei Erwachsenen oft unbemerkt. Eine aktuelle Studie an 4000 Afroamerikanerinnen und -amerikanern ergab, dass 10 Prozent von ihnen Anzeichen unerkannten Asthmas aufwiesen. Ebenso groß ist vermutlich der Anteil bei den über 65-Jährigen. „Vielleicht schieben Sie Ihre Atmungsprobleme einfach aufs Älterwerden“, meint Dr. PaulEnright, Wissenschaftler an der Universität von Arizona. „Aber spielen Sie das nicht herunter. Unerkanntes Asthma kann das Leben deutlich erschweren und sogar tödlich sein.“
Selbsttest: Stellen Sie sich die folgenden beiden Fragen, die auch knapp 27 000 Menschen im Rahmen von Studien zum Thema Atemwegserkrankungen vorgelegt wurden. Sie sind einfach, aber mit ihrer Hilfe lassen sich 90 Prozent aller Menschen mit Asthma identifizieren:
1. Geht Ihre Atmung manchmal keuchend?
2. Werden Sie kurzatmig, wenn Sie trainieren oder sich anstrengen?
Nächster Schritt: Haben Sie eine oder beide Fragen mit Ja beantwortet? Dann fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin nach einem Asthma-Check, rät Dr. Enright. Vielleicht verschreibt man Ihnen zunächst ein Asthmaspray. Dann folgt eventuell eine Lungenfunktionsprüfung und – deutet sie auf Asthma hin – ein inhalativer Provokationstest. Beides dient zur Messung der Lungenfunktion.
Lesen Sie Ihre Hände
Eisenmangel kann ermüden und das Immunsystem schwächen. Ihre Hände geben Aufschluss.
Eisen ist das „Energiemineral“ des Körpers, es holt Sauerstoff aus jedem Atemzug und bringt ihn zu allen Körperzellen. Haben Sie nicht genug davon, können Sie sich sehr müde fühlen, Sie bekommen Konzentrationsprobleme, ja sogar Atemnot, auch ein unregelmäßiger Herzschlag kann die Folge sein. Leider ist Eisenmangel keinesfalls ungewöhnlich: Schätzungen zufolge haben 20 Prozent aller Frauen (50 Prozent aller Schwangeren) und 3 Prozent aller Männer einen niedrigen Eisenspiegel. „Es kommt häufig vor, dass Menschen anämisch sind und es nicht wissen, weil der Prozess langsam und schleichend abläuft“, meint Hausarzt Lloyd P. Van Winkle vom Gesundheitszentrum der Universität von Texas in San Antonio.
Selbsttest: Betrachten Sie Ihre Handflächen. Sind die Falten blass? „Egal, wie Ihre natürliche Hautfarbe ist: Wenn Ihre Handfalten, Ihr Zahnfleisch oder das Innere der Augenlider ungewöhnlich blass sind, ist das ein Zeichen dafür, dass der Blutkreislauf in den feinen Blutgefäßen unter der Hautoberfläche infolge Eisenmangels zu schwach ist“, sagt Dr. Van Winkle.
Nächster Schritt: Bitten Sie Ihren Arzt um einen Hämoglobintest oder eine Blutuntersuchung. Er sollte auch Ihre roten Blutkörperchen überprüfen (sind sie klein und blass, könnte das darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt). Ein Ferritintest, der den Anteil des Proteins misst, mit dessen Hilfe Eisen gespeichert wird, kann auf einen Eisenmangel hinweisen.
Bleiben sie im Takt
Herzrhythmusstörungen verursachen 20 Prozent aller Schlaganfälle. Dieser Test hilft, einen Schlaganfall zu vermeiden.
Unregelmäßige Herzschläge – das für das Vorhofflimmern typische Flattern und Herzklopfen – verursachen allein in den USA jährlich 140 000 Schlaganfälle. 70 Prozent von ihnen enden tödlich. Die meisten ließen sich vermeiden, wenn die Menschen von ihrem Zustand wüssten.„Vorhofflimmern bedeutet nicht nur, dass der Herzschlag ab und zu aus dem Takt gerät. Es heißt, dass der Rhythmus insgesamt extrem unregelmäßig ist“, erklärt Dr. Eric Prystowsky, Direktor am Elektrophysiologischen Labor des St.-Vincent-Hospitals in Indianapolis. „Die oberen Herzkammern vibrieren. So gerät kurzzeitig Blut ins Herz und kann Klumpen bilden. Stößt der Herzschlag das Blut aus, kann ein solcher Klumpen bis zum Gehirn vordringen.“
Selbsttest: Tippen Sie im Rhythmus Ihres Pulsschlags eine Minute mit den Füßen auf den Boden. (Ihren Puls ertasten Sie mit dem Finger am Hals oder am Handgelenk.) Zahlreiche Studien belegen, dass dieser Test die Ärzte von 90 Prozent der Personen, bei denen man später Vorhofflimmern feststellte, alarmiert hat. „Ist der Puls so unregelmäßig, dass Sie dazu keinen Takt schlagen können, warten Sie eine Stunde, und versuchen Sie es dann nochmals“, sagt Dr. Prystowsky. „Bleibt er unregelmäßig, sollten Sie Ihren Arzt informieren.“
Nächster Schrit: Ihr Hausarzt oder Kardiologe hört Sie ab und lässt eventuell ein Elektrokardiogramm erstellen, um Ihre Herzfrequenz zu analysieren. Einige Patienten mit Vorhofflimmern nehmen Blutverdünner, um einen Schlaganfall zu verhindern; manchmal bedarf es auch anderer Therapien.
Der Zwei-Minuten-Diabetes-Fragebogen
Unbehandelter Diabetes verdoppelt Ihr Risiko für Herzkrankheiten und verkürzt das Leben um 10 bis 15 Jahre. So finden Sie heraus, ob Sie gefährdet sind.
Oft versäumen es Ärzte, Menschen auf ein erhöhtes Diabetesrisiko zu untersuchen. Nach einer Erhebung der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde sind nur 4 Prozent der Patienten des Landes mit Prädiabetes (Insulinresistenz) ärztlich darüber aufgeklärt worden. Millionen leben mit einem unerkannten Diabetes. Der folgende Selbsttest ist einfach, so Studienautor Heejung Bang vom Weill Cornell Medical College in New York, doch damit lassen sich neun von zehn Risikopatienten mit gefährlichen Blutzuckerproblemen finden.
Selbsttest: Markieren Sie Ihre Antworten, und addieren Sie die Punkte.
1. Wie alt sind Sie? Unter 40: 0 Punkte; 40–49: 1 P.; 50–59: 2 P.; 60 und älter: 3 P.
2. Sind Sie eine Frau: 0 P., ein Mann: 1 P.
3. Hat ein Familienmitglied (Eltern, Geschwister) Diabetes? Nein: 0 P., Ja: 1 P.
4. Haben Sie hohen Blutdruck, oder nehmen Sie blutdrucksenkende Medikamente? Nein: 0 P., Ja: 1 P.
5. Sind Sie übergewichtig oder fettleibig? Normalgewichtig: 0 P.; übergewichtig: 1 P.; fettleibig: 2 P.; extrem fettleibig: 3 P.
6. Sind Sie körperlich aktiv? Nein: 0 P.; Ja: minus 1 P.
Nächster Schritt: „Wenn Ihre Gesamtpunktzahl bei vier oder mehr liegt, ist es wahrscheinlich, dass Sie einen Prädiabetes haben“, erklärt Dr. Bang. „Liegt Ihre Punktzahl bei fünf oder höher, ist Ihr Diabetesrisiko hoch. Lassen Sie dann beim Arzt einen Blutzuckertest machen.“
Beugen und strecken
Verhärtete Blutgefäße erschweren Ihrem Herzen die Arbeit. Dieser unkomplizierte Test kann Ihnen helfen, einen Herzinfarkt zu vermeiden.
Gesunde Blutgefäße sind flexibel und dehnbar wie Luftballons; sie weiten sich und ziehen sich zusammen, je nach Anforderung. Verhärten Arterien aber infolge von Alter, überschüssigen Pfunden, Ablagerungen an Arterienwänden, Bewegungsarmut oder Diabetes, steigt der Blutdruck. Und damit das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Der übliche Test erfordert die Technik eines Forschungslabors. Doch nun können Sie ein Gefühl dafür bekommen, ob Ihre Arterien geschmeidig wie ein Seidenstrumpf oder hart wie ein alter Fahrradschlauch sind. Sie brauchen sich dazu nur auf den Boden zu setzen. Wissenschaftler haben in einer neueren Studie an 526 Frauen und Männern festgestellt, dass diejenigen, die in diesem Test am beweglichsten waren, auch im späteren Pulswellendrucktest die geschmeidigsten Arterien hatten. Arterienwände bestehen aus demselben Material – weichen Muskelzellen und Verbindungsfasern – wie die Rücken- und Hüftmuskeln, sagt Forscher Kenta Yamamoto vom Zentrum für Gesundheitswissenschaft an der Universität von Nord Texas. Es gibt Belege dafür, dass starke Muskeln und Sehnen durch Übungen wie Stretching biegsamer werden und auch die Nervenaktivitäten, die die Arterienflexibilität beeinflussen, „beruhigen“. Eine weitere neuere Studie ergab, dass Erwachsene mithilfe von Stretching-Übungen auch die Flexibilität ihrer Arteria carotis stärkten, die das Gehirn mit Blut versorgt.
Selbsttest: Setzen Sie sich mit nach vorn gestreckten Beinen auf den Boden, die Zehen zeigen zur Decke. Beugen Sie sich von der Hüfte an nach vorn, und ziehen Sie Ihre Arme zu den Füßen. Versuchen Sie, die Zehen zu berühren.
Nächster Schritt: Erreichen Sie Ihre Zehen nicht, könnte Ihr Risiko für Arterienverhärtung erhöht sein. Falls Sie Ihren Blutdruck seit einem Jahr nicht gemessen haben, tun Sie dies jetzt. „Sie sollten Ihren Blutdruck mindestens einmal pro Jahr messen lassen“, meint Yamamoto. Und er sagt, dass auch Dehnübungen dazu beitragen könnten, Ihre Muskeln und Arterien biegsamer zu machen.
Messen sie Ihre Mitte
Ein übermäßiger Taillenumfang kann lebensgefährlich sein – auch ohne Übergewicht.
Ein praller Bauch ist ein Anzeichen, dass Ihre inneren Organe von viel Fett umgeben sind – und zwar von dickem, gelben Unterbauchfett, das Fettsäuren, appetitanregende Hormone und entzündungserregende Chemikalien in den Blutkreislauf pumpt. Einer aktuelle Studie an 360 000 Menschen aus neun europäischen Staaten zufolge wirkt sich ein großer Taillenumfang auch auf Menschen verheerend aus, die gar nicht übergewichtig sind – er erhöht das Risiko eines vorzeitigen Todes für Frauen um 79 Prozent und verdoppelt es bei Männern. Ein dicker Bauch macht besonders dem Herzen zu schaffen und verdreifacht nach einer Studie der Harvard-Universität an 44 636 Frauen zufolge das Risiko einer lebensbedrohlichen Herzerkrankung. Dennoch versäumen es Ärzte nach Expertenmeinung oft, den Bauchumfang ihrer normalgewichtigen Patienten zu messen – so dass das „Bauchfett“ ihrer ansonsten schlanken Patienten häufig unbemerkt bleibt.
Selbsttest: Stellen Sie sich mit freiem Oberkörper vor einen Spiegel. Legen Sie ein Maßband um Ihre Taille, und bewegen Sie es dann so lange nach unten, bis das Band auf den Hüftknochen aufkommt. Nicht die Luft anhalten, das Band nicht zu eng ziehen. Notieren Sie die Zentimeterzahl.
Nächster Schritt: Männer haben für Diabetes und Herzerkrankungen ab 94 cm Bauchumfang ein erhöhtes Risiko; mehr als 102 cm gelten als Hochrisiko. Bei Frauen liegt die erhöhte Risikoschwelle bei 80 cm, hohes Risiko beginnt bei mehr als 88 cm. Wie wird man das Bauchfett los? Mit Training und mediterraner Kost (Obst, Gemüse, Getreide, Fisch, einfach ungesättigte Fettsäuren aus Oliven, Öl, Nüssen). Weil Bauchfett im Stoffwechsel aktiver ist als das Fett an anderen Stellen, verschwindet es beim Abnehmen relativ schnell.
Der Zwei-Sekunden-Depressions-Test
Diese Erkrankung ist schlecht für Ihr Herz, Ihr Gedächtnis und vieles mehr.
Über Depression wird in letzter Zeit offener diskutiert. Ein Grund war der Fall des Fußballspielers Robert Enke, der sich 2009 das Leben nahm. Vermutlich sind zwei Drittel der rund 4,5 Millionen Menschen allein in Deutschland und Österreich, die unter Depressionen leiden, nicht in Behandlung. Teilweise liegt das daran, dass die Ärzte das Problem nicht erkennen. Als der Psychiater Alex J. Mitchell von der Universität Leicester in Großbritannien die Ergebnisse von 41 Studien an 50 000 Menschen aus aller Welt analysierte, stellte er fest, dass in 50 Prozent der Fälle die Ärzte die Depression nicht erkannt hatten. Ein nicht unerhebliches Versehen, denn nicht erkannte Depressionen gehen mit einem höheren Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen und andere chronische Erkrankungen sowie Suizid einher.
Selbsttest: Es ist oft nicht einfach herauszufinden, ob Sie nur ein kleines Tief durchleben oder ob Sie ärztliche Hilfe brauchen. Doch als neuseeländische Hausärzte 421 Männern und Frauen einige Fragen stellten, entdeckten sie damit 97 Prozent derjenigen, die an Depressionen litten, sagen Wissenschaftler der Universität Auckland. Das Quiz ist nicht perfekt; wie andere Depressions-Tests auch kann es zu Fehlalarmen führen. Sehen Sie es daher als einen möglichen Einstieg zu einem Gespräch zwischen Arzt und Patient:
1. Haben Sie sich im vergangenen Monat oft niedergeschlagen, deprimiert oder hoffnungslos gefühlt?
2. Haben Sie sich im vergangenen Monat oft teilnahmslos gefühlt und hatten keine Freude an Unternehmungen?
Nächster Schritt: „Wenn Sie eine oder beide Fragen mit Ja beantwortet haben, lohnt sich ein Gespräch mit Ihrem Arzt“, meint Psychologin Dr. Marian R. Stuart von der Universität für Medizin und Zahnmedizin im amerikanischen Bundesstaat New Jersey. „Die gute Nachricht dabei ist, dass es zahlreiche Hilfsangebote gibt wie fachliche Beratung oder Übungen und – falls erforderlich – Antidepressiva. Erste Anlaufstelle ist Ihr Hausarzt, der Sie und Ihre persönliche Lebenssituation kennen sollte.“
|
| ||||||
Kommentar abgeben
| Name* | |
| Email* | |
| Kommentar* | |

Abonnieren Sie jetzt Reader's Digest, das Magazin!

Weitersagen



